Die Flinte ins Korn werfen?

Gezeichnet von Chat GPT

Überall zwischen Uelzen und Wernigerode sind die Mähdrescher unterwegs. Die Getreideernte ist fast durch. Mein Chat-Bot hat ein schönes Bild „gemalt“ – ich bat ihn die Kornernte im Stil Claude Monets darzustellen.

Und obwohl jetzt meist nur noch die Stoppelfelder in der Sonne vor sich hin dörren, kam mir der Spruch in den Sinn, „die Flinte nicht ins Korn zu werfen“. Er stammt wohl aus dem Dreißigjährigen Krieg – meint Chat GPT – als Soldaten und Landser durch Getreidefelder marschierten. Wenn sie sich ergaben, mussten sie ihre Flinten ins Korn werfen.

Die Assoziation zum Ukrainie-Krieg liegt nahe. Sollen die Ukrainer und die Europäer die Flinte ins Korn werfen und damit den Angriffskrieg Russlands als Mittel von neuen Grenzziehungen durchgehen lassen? Oder sollen die Ukrainer für völkerrechtliche Prinzipien sterben, die allen in Europa heilig sind, aber für die bei uns keiner ins Feld ziehen will? Heißt, die Flinte nicht ins Korn zu werfen.

Die Europäer, Politiker und Bürger gleichermaßen leben in einer Form von Selbstbetrug. Den Krieg aussitzen geht nicht, dafür sterben zuviele Ukrainer, Soldaten und Zivilisten. Ihn aber entscheidend über die Schwelle zum Sieg über Russland zu heben, traut sich keiner – aus Angst vor Eskalation. Mit dieser Angst macht der Gegner Politik.

Vom bequemen Schreibtisch aus ließen sich leicht Vorschläge machen, aber die Entscheidung fällen bei uns gewählte Preminierminister, Präsidenten oder Kanzler. Dessen Amtseid besagt, „Schaden vom deutschen Volke zu wenden“. Das schöne Bild von Schwertern zu Pflugscharren bietet keine Lösung, wenn das nur eine Seite tut.

So schwebt die Flinte über dem Korn, und es ist im Bild nicht zu erkennen, ob sie weggeworfen wurde oder sich gerade zurück in die Hände des Soldaten bewegt. Chat GPT hat den Schwebezustand jedenfalls gut getroffen.


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2 Gedanken zu “Die Flinte ins Korn werfen?

  1. Schwierig … aber so kann es auf keinen Fall weitergehen … das ist ein Ausbluten auf Raten … und wenn wir gerade noch über Hitze jammern … der nächstes Winter kommt mit Sicherheit.
    Entweder muss der Westen im größeren Umfang Waffen liefern, was er nicht kann und/oder nicht will. Oder man muss diesen „Landraub“ wohl hinnehmen, so leid es mir tut und so gemein das auch ist. Oder dem Herren in DC fällt noch was Schlaues ein, wie er Druck auf den Herren im Kreml machen kann, aber das wirkt auch nicht gerade besonders gut überlegt …

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    1. Eine tatsächlich ausweglose Situation – jedenfalls jenseits von „totalem Krieg“. Schlimm wäre aber auch ein Status wie in Korea: kein Krieg, kein Frieden und alles kann jederzeit kippen. Ich denke manchmal „Zeit gewinnen“ wäre eine Lösung. Die einen geben etwas ab und gewinnen Zeit, z.B. für den EU-Beitritt, den Wiederaufbau, die Aufrüstung. Aber eine Lösung ist das nicht. LG nach Penang: am 11. August 1786 nahm Francis Light die Insel für England in Besitz „Prince of Wales Island“ – einfach so.

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