Ich erinnere mich an Karl Mays Erzählungen („Unter Geiern“), dass kreisende Geier von Weitem ein Zeichen von Unheil und Tod sind. In Indien wünschte man sich, es gäbe sie noch. Denn bis 2004 waren 95 % der Vögel ausgestorben, deren Hauptarbeit darin besteht, Kadaver zu vertilgen. Das ist eine wichtige ökologische Funktion.
Eine Studie, die in einem Bericht der NYT (unten) zitiert wird, hat belegt, dass die Vögel Opfer eines Medikamentes worden sind, welches Bauern in 1990er Jahren ihrem Vieh fütterten. Erst 2006 wurde das verboten.


Verrottende Kadaver wurden dann von Hunden durchstreift, die sich Tollwut einfingen und weiter trugen. Die Studie schätzt, dass eine halbe Million Menschen deshalb starben.
Das Beispiel belegt nicht nur, wie komplex Ökosysteme sind, sondern wie stark Eingriff vom Menschen auf uns zurück schlagen – ohne dass wir eine Kausalität erkennen. Der Artikel berichtet z.B. über eine Studie im US-Staat Wisconsin: Das Vorkommen von Wölfen hat danach Wildwechselunfälle um ein Viertel reduziert, ein ökonomischer Gewinn, der um das zigfache höher sei, als der Verlust durch von ihnen erlegte Tiere.
Hoffentlich kommen die Geier in Indien zurück – Arbeit für sie gibt es ja genug. Uns bleiben die Pleitegeier, aber die kreisen unsichtbar.
Nachtrag (s. Kommentar von T.ippingpoint unten): Disney hat im „Dschungelbuch“ vier Geiern eine Rolle zugeschrieben.


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Die schönsten Geier gibt’s im Disneys Dschungelbuch 🙂
Aber ja, Geier kenne ich auch, im Baum vor dem Haus … lange Zeit her
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Ja, die vier Geier im Film sollten ursprünglich sogar von den Beatles synchronisiert werden, habe ich nachgelesen.
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Ach kiek an. Again what learned. Wenn der heute noch mal gedreht würde, wäre es wahrscheinlich eine Casting Boy Band
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