Sie fliegen wohl bald wieder zum Mond. Das erinnert an die Zeit, in der die USA Maßstäbe bei technologischer Entwicklung setzten. Zugleich ließen sie den Rest der Welt an dem Abenteuer live im Fernsehen teilnehmen, darunter auch einen 14-Jährigen in einem westfälischen Dorf. Die Webseite der britischen BBC hat eine Geschichte zu den NASA-Kontrollzentren veröffentlicht, die mich in die Vergangenheit zurück versetzte.
From Mercury to Artemis: The evolution of mission control. BBC.com, 29.3.2026
Im Sommer 1999 besuchten wir auf einer Südstaatenreise das Mission Control-Zentrum der NASA in Houston. Und das ist so ziemlich das Einzige, an das ich mich bei dieser Stadt erinnere.

Wir kamen aus New Orleans und umfuhren Houston im Südosten. Unweit vom Johnson Space Center fanden wir ein bezahlbares Hotel. Einziger Besuchspunkt: eine geführte Tour durch Mission Control, damals für die Space Shuttle-Programme zuständig.

Fotografieren war nur an wenigen Stellen möglich und meist war es viel zu dunkel für eine mit Diafilm bestückte Kamera. Aber wir konnten in den Kontrollraum gehen und die Ingenieure bei der Arbeit beobachten.
Eine Space Shuttle Crew war im All, hatte aber gerade Schlafpause. So sahen wir nur ein Standbild auf dem großen Bildschirm an der Vorderfront. Dennoch war es die Erfüllung eines Jugendtraums. Tags drauf fuhren wir nach Dallas weiter.
Die größte Leistung von Mission Control war die sichere Rückkehr der Apollo-13 Mission („Houston, we have a problem!“). In diesem Notfall zeigte sich, wie kompetent die NASA-Ingenieure waren. Von Houston aus wird die Artemis II-Mission gesteuert, die in den kommenden Tagen um den Mond herum und zurück fliegt. Wie Apollo 8 an Weihnachten 1968.

Webseite der NASA Artemis II Mission
The nerve centre running a new mission to the Moon. BBC.com, 28.3.2026
In jenem Dezember 1968 entstand das ikonische Foto von der aufgehenden Erde, welches unser Verständnis von einem verletzlichen Planeten verstärkte.

Ähnliche Fotos könnten in den kommenden Tagen Ablenkung von den anderen ballistischen Geschossen bieten, die derzeit durchs All herum fliegen. Und wie Ende der 1960er Jahre könnten wir uns dann an der Erforschung des Weltraums begeistern und den USA die Anerkennung zollen, die sie früher einmal hatten. Auch wenn die NASA jetzt – in typischer MAGA-Manier – nicht mehr für die Menschheit arbeitet, sondern: To achieve the national goal of landing American astronauts on the surface of the Moon and maintaining U.S. superiority in exploration and discovery, …
Schade zu sehen, was aus den USA geworden ist! Und sie müssen sich sputen:
Commercial rocket makes maiden flight. China Daily, 31.3.2026
Titelfoto: pexels.com (ein früheres Foto unter „NASA“ trug kyrillische Buchstaben; so viel zur Verschlagwortung)
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