Tag-und-Nacht-Gleiche, sonst nichts

Selbst der Frühling kommt grau daher (Bild oben ist KI- generiert). Aber das mag nur der Tag heute sein. Bis hierhin war das Jahr 2026 alles andere als ein Gutes – im Gegenteil: ab Silvester ging es bergab, sogar eine Steigerung gegenüber 2025. Und die Spirale beschleunigt sich.

Morgen können Wähler im schönen Rheinland-Pfalz abstimmen: Weinbau in Hülle und Fülle, Eifel, Mosel, Hunsrück und der Rhein – schöner geht es in Deutschland kaum (Ja, ich weiß: auch Ramstein, Spangdahlem und irgendwo in Bunkern die US-Atomwaffen zu unserer Verteidigung). Marx war ein „Trier Jung“, Gutenberg hat in Mainz die Druckerpresse erfunden, im Dom zu Speyer liegt eine Handvoll mittelalterlicher Kaiser und die Nibelungen waren in Worms Zuhause. Viel Geschichte, bis zur Römerstadt Trier, in der Konstantin regierte.

Ganz viel Industrie (Chemie in Ludwigshafen), Kleinindustrie im Hunsrück, Flughafen Hahn im Nirgendwo als Logistikzentrum, edler Klunker aus Idar-Oberstein, Bier aus Bitburg und Sprudelwasser aus Gerolstein – das Land hat mehr als Weinköniginnen und -feste. Sogar das ZDF ist dort Zuhause.

Trotzdem wird fast jeder fünfte Wähler der reaktionären Vergangenheit eine Stimme geben. Kaum fassbar, sind doch einige Erfolge der Regierung vorzeigbar. Aber so ist das, Unzufriedenheit und Ressentiments gehen gut, Zuversicht und Problemlösungen sind dagegen dünn gesät.

Was solls: Rheinland-Pfalz bleibt uns als Wahlheimat nahe. Dort habe ich studiert, geheiratet und dort sind unsere Kinder geboren. Für mich soll Mainz bleiben wie es ist. Hellau!

Mainz im März

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