Die Schlagzeile klingt zweideutig. Tatsächlich heißt der Ministerpräsident des indischen Bundesstaates Tamil Nadu M.K. Stalin. Dass er in Deutschland ist, erfahre ich aus indischen Medien. Er ist Regierungschef eines Bundesstaates, der fast so viele Einwohner hat wie Deutschland (rund 72 Millionen), in dem deutsche Firmen – zusammen mit Koreanern oder Chinesen (Taiwan) – große Investitionen tätigen, der eine eigenständige Sprache und Kultur im indischen Mosaik besitzt. Alles nur was für „Insider“ mag man sagen. Zum Glück entnehme ich nach längerem Suchen im Netz, dass die deutsche Wirtschaft nicht geschlafen hat:
In Köln hat Stalin die tamilische Gemeinde in Deutschland getroffen und sie zu Investitionen im Heimatland aufgefordert. Vielleicht ein kluger Feedback Loop von Migration und Investitionsrücklauf. Es würde sich lohnen mehr darüber zu erfahren. Seine Partei, die DMK (Dravida Munnetra Kazhagam) hat 2021 die Mehrheit im Parlament in Chennai gewonnen. Sie steht als regionale Partei in Opposition zur indischen Regierungspartei BJP von Premier Modi.
Zudem ist Tamil Nadu, wie der ganze Süden Indiens, ein Zukunftsmarkt für deutsche Exporte und Investitionen. In diesen Zeiten wäre es ein Versagen, hier mit Blindheit geschlagen zu sein.
Nachtrag: Geht doch! Tamil Nadu secures 23 more deals in Germany worth more than ₹3,800 crore. The Hindu, 2.9.2025
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Ich habe mal von einem Lenin in Kerala gelesen
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Gibt’s bestimmt. Leider investiert kein Mensch in Kerala, die sind zu klug und zu „revolutionär“. Gibt kaum einen größeren kulturellen Kontrast wie zwischen Tamil Nadu und Kerala – Nachbarn im Süden Indiens. Die einen arbeiten emsig, die anderen gründen eine Gewerkschaft 🙂
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