Auch in unserer Nachbarschaft steigt zuweilen weißer Rauch auf. Die Rauchzeichen gehen aber mit den wärmeren Frühlingstemperaturen dem Ende entgegen. Ihre Hauptsaison ist der Winter. Dann kommen die silbernen Schornsteine an den Außenwänden der Reihen-Endhäuser voll zur Geltung. Die Rauchzeichen gehören zur Stimmung eines frostigen Wintermorgens.

Stolz holen die Hausbesitzer Holz von den Stapeln im Garten ins Haus. Der Duft frischen Feuers zieht durch die Siedlung und vermittelt das archaische Gefühl von Lagerfeuer und Gemütlichkeit. Im Herbst haben sie mit dem SUV samt Anhänger ihr Holz-Deputat im Genossenschaftswald aufgesammelt. Nach einem Bürotag eine erfrischende Abwechslung, mit Kettensäge und Thermoskanne.




Ein Lebensgefühl von Kontrollgewinn und Autonomie. Wen kümmerts, dass die Feinstoffbelastung in der Siedlung steigt und CO2 emittiert wird?
Jedenfalls beginnt bei unseren Nachbarn in der Vorstadtsiedlung fast jeden Abend ein Konklave und erst am späten Morgen lassen die Rauchzeichen nach. Dann ist kein Papst gewählt, sondern das Konklave hat sich ins Büro verlagert. Ich mag weißen Rauch – wenn er aus den Friedenspfeifen kommt.
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Passivrauchen kann die Gesundheit von anderen gefährden.
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Genau mein Punkt 🙂 Aber bei der Friedenspfeife wäre ich aktiv dabei – als sonst Nichtraucher.
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