Das Nobel-Komitee in Oslo hat heute eine Entscheidung mit Symbolkraft gefällt: Der Friedensnobelpreis 2024 geht an die Organisation Nihon Hidankyo. In ihr haben sich die Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki zusammen geschlossen. Das Signal aus Oslo ist an eine Kriegspartei des Jahres 2024 gerichtet, die mit dem Einsatz von Atomwaffen droht. So weit sind wir 79 Jahre nach dem Horror des 6. und 9. August 1945.


Die Gedenktage an an den Einsatz dieser bis dahin unvorstellbaren Waffen sind oft nur noch eine Fußnote in den Nachrichten wert. In den beiden Städten werden sie aber wach gehalten, vor allem von den wenigen Zeitzeugen, die ihren Einsatz überlebt haben.



Die beiden japanischen Metropolen sind heute wieder blühende Wirtschaftszentren (wir haben sie im Mai 2019 besucht). Aber wer sich die Dokumente, Gegenstände und Bilder ansieht, die in den Museen beider Städte gezeigt werden, für den wird der Horror von Atomwaffen lebendig. Er schnürt die Kehle zu.
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