Drahtseilakt – ein Stopp in Heidelberg

Der G20-Gipfel war heute Nachmittag in Heidelberg. In der Gegend zwischen Neckar und Marktplatz saßen Amis und Chinesen, Brasilianer und der Nahe Osten friedlich nebeneinander. Bei über 30 Grad war die ganze Altstadt ein Biergarten.

Alle schauten nach Oben: Zwischen dem Turm der Heilig-Geist-Kirche und dem der Jesuiten-Kirche war ein Seil gespannt, auf dem ein – sagen wir lebensmüder – junger Mann sein Spiel trieb, unter dem Anfeuern durch die multinationale Menge.

Aber nur wenige Gassen entfernt schien die Altstadt wie verlassen. Die Selfie- und Instagram-Generation konzentriert sich auf wenige besonders fotogene Ecken. Kaum jemand wanderte an das nördliche Neckarufer über die Alte Brücke. Nur von dort hat man das Panorama von Brücke und Schlossruine.

Wir landeten schließlich in einem Brauhaus zu Käsespätzle, Fleischkäse und lokalem Bier, in der Nachbarschaft von Chinesen und Amerikanern. Dort erreichte uns die Nachricht von der Basketballweltmeisterschaft – mit zwei aus Braunschweig stammenden Spitzenspielern! Wir stießen mit dem jungen Ober an und können mit Fug und Recht behaupten, das Herz in Heidelberg verloren zu haben (nebenbei: die Stadt am Neckar war Ziel unserer „Hochzeitsreise“ vor mehr als 40 Jahren, ein Nachmittagsausflug zweier frisch vermählter Studenten aus Mainz).


Entdecke mehr von Full Circle

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

2 Gedanken zu “Drahtseilakt – ein Stopp in Heidelberg

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.