„Who’ll Stop the Rain?“

Der Credence Clearwater Revival-Song von 1970 kam gerade aus meinem Radio. Hoffentlich keiner, denke ich. Das Lamento mag zum Wetter passen, aber wir brauchen moderaten Landregen, eigentlich noch über Wochen, um Grundwasser und Wald wieder aufzupäppeln.

Mein Garten wirkt wie ein Tropenwald, ich warte nur noch auf Orang Utans

Bauerngold (eine Bekannte), Gutes Wetter heute! (indischer Gruß bei Regen), wie auch immer: Ich sitze morgens unter einer Plane auf der Terrasse, der Regen tropft durch die Weinranken auf das Segel und fließt von dort ab an eine Hecke. An deren Fuß hat die Erosion im Mulch schon einen Krater geformt. Dauer-Camping im eigenen Garten. Gut, es muss nicht gleich so sein wie im Regenwald auf Sumatra (Foto unten).

Aber Büsche, Bäume, Rasen – alles in saftigem Grün – überall in Nordwestdeutschland. Haben wir uns das nicht gewünscht? Wem das Wetter die Laune verdirbt, dem empfehle ich den „Dürremonitor“ des Umweltbundesamtes.

Die linke Karte zeigt die Bodenfeuchte am 3.8.2023, die für Agrarpflanzen relevant ist (bis 25 cm). Da sieht es gut aus für Westdeutschland, das gibt saftige Weiden z.B. in Westniedersachsen und im Münsterland. Auch die Ackerbauregion zwischen Hannover und Magdeburg hat ausreichend Feuchte für Getreide und Rüben (wenn ich hier herum fahre, sehen die Äcker so gut aus wie lange nicht!). Aber für Teile im Süden Sachsen-Anhalts und Brandenburgs gibt es weiterhin Trockenheit.

Die rechte Karte zeigt Bodenfeuchte (auch für den 3.8.23) bis zu Tiefen von 1,80 Meter (relevant für Bäume) – und da ist noch viel Nachholbedarf im Osten der BRD entlang der Linie Travemünde-Lindau. Immerhin, die Wälder in Eifel, Hunsrück, Pfälzer Wald, Sauerland, Mittelhessen, Rhön oder großen Teilen des Oden- und Schwarzwaldes können aufatmen.

Und dann lese ich von Trockenheit, Hitze, Bränden rund um den Globus – oder von Taifunen und Starkregen, wo sonst keiner hinkommt. Der Regen und der feuchte Sommer sind dann doppelt erträglich. Und Hand aufs Herz: Die nächste Hitzewelle samt Trockenheit kommt garantiert. Daher – lieber noch einmal tief durchatmen.


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Ein Gedanke zu “„Who’ll Stop the Rain?“

  1. Danke, für den wichtigen Hinweis. Das wird eine Weile dauern, bis sich völlig verhärteter Boden zwei Meter tief wieder aufweicht. Wird wohl nicht mehr passieren.

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