Für wen eigentlich sind die Sprüche gedacht? Kann man gleichzeitig konservativ und modern sein? Muss man tatsächlich sagen, was man denkt? Oder doch erst Denken, bevor man etwas sagt!

Wer sich die Stimmung an einem herrlichen Sonntagnachmittag verderben lassen will, der sollte durch Sachsen-Anhalt fahren. Gestern, traumhaftes Wetter, eine Landschaft im Sommerkleid – Stoppelfelder, die Hänge des Harz im Hintergrund, schmucke Dörfer wie Ilsenburg, Stapelburg oder Abbenrode – und dann die Politsprüche zur Landtagswahl. Wir haben nur einige aufgefangen.






Überbietung im Extremismus: Alles für die (fehlenden) Kinder klingt geradezu warmherzig gegenüber einer gefährlich-ehrlichen (?) Forderung, die „Abzocke“ mutmaßlich von Merz, von der Leyen und Selenski zu beenden.
Wie tief muss die politische Kultur eigentlich noch sinken um sich zu fragen, ist das noch demokratischer Diskurs oder schlicht Verhetzung. Wir flüchteten ins Kloster Drübeck, östlich von Ilsenburg: wunderbar restaurierte Anlagen aus dem Hochmittelalter, mit großen Gehöften einem Tagungshotel, Gartencafe und gepflegten Parks. Es sagt schon was aus, wenn man für innere Ruhe ausgerechnet mittelalterliche Gemäuer aufsuchen muss. Will „der Osten“ tatsächlich so anders bleiben?

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