Der britische Film „If“ von 1968 endet mit einer Gewaltorgie in einem englischen Elite-Internat. In dem (Zitat Wikipedia, engl.) „satirical surrealist psychological drama film“ gelingt es dem Schüler Mick Travis (gespielt von Malcolm McDowel) und seiner Klicke, die vornehme Gesellschaft der Upper Class, die sich zu einem Festgottesdient im Auditorium versammelt hat, mittels Rauchbomben aus dem Saal in den Innenhof zu vertreiben. Auf dem Dach der Schulgebäude haben sie sich mit Granatwerfern und Maschinenpistolen positioniert. Die Weltkriegswaffen haben sie auf dem Dachboden gefunden, militärisches Training gehörte sowieso zum Curriculum der Schule.
Dann beginnen sie wahllos auf die ehrenwerte Versammlung zu schießen. Die Gewaltorgie ist Endpunkt der langen Folter und kaltschnäuzigen Erniedrigung, die sie als Neulinge in der Hierarchie des Internats erfahren mussten. Vom Bischof zum General, von Ladies bis Lords suchen alle Deckung und rennen panisch über den Hof. Den pflastern bald Leichen. Der Film endet mit einer Großaufnahme des um sich schießenden Mick. Ein Film über Rebellion gegen Eliten.
„If“ kam Ende 1968 in die Kinos, ein Jahr in dem in den USA Martin Luther King und Robert F. Kennedy erschossen wurden, der Vietnamkrieg mit der Tet-Offensive des Vietcong eine neue Stufe der Gewalt erreichte. Ich habe den Film erst viel später einmal im Fernsehen gesehen. Aber jetzt habe ich glatt vergessen, warum mir dieser Film heute einfiel.
Titelfoto: pexels.com
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