Manchmal stoplert man über Informationen und glaubt sich verlesen zu haben: hier eine auf der Webseite des Finanzsenders CNBC.
Indische Privathaushalte besitzen demnach 34.000 Tonnen Gold! Derzeitiger Wert: 5 Billionen US$. Eigentlich dürfte das nicht überraschen, ist doch für die meisten Inder Gold die einzig zuverlässige Wertanlage. Goldschmuckhändler finden sich in jeder indischen Stadt und selbst arme Inder(innen) tragen den Wert am Arm oder im Ohr.

CNBC meldet: As other forms of consumer credit slow, gold loans have surged, driven by tighter banking rules for unsecured loans, a sharp rally in global gold prices, improved access, and perhaps a rising financial stress among households. Ich hatte mich schon gefragt, wie Inder mit der Verdreifachung ihres Goldwertes umgehen. Kreditabsicherung ist eigentlich naheliegend.
Eine zweite gewaltige Goldreserve dürfte die der Tempelgemeinden sein. ChatGPT vermutet, dass es um die 3.000 bis 4.000 Tonnen sind. Der reichste unter ihnen ist der Padmanabhaswamy Tempel in der Altstadt von Thiruvananthapuram, der Hauptstadt Keralas. Dort lagern in einer versteckten Schatzkammer Gold und Schmuck im Wert von 20 Mrd. US$, die erst 2011 gefunden wurden.


Übrigens zum Vergleich: Die Goldreserven der Bundesbank sind die zweithöchsten der Welt! Mit 3.350 Tonnen, gerade einmal ein Zehntel dessen, was Inderinnen und Inder am Körper tragen oder im Kleiderschrank horten. Allerdings liegen bei Deutschen auch 9.000 bis 10.000 Tonnen unterm Bett, also das Dreifache dessen der Bundesbank (sagt ChatGPT).
Da erhält der Satz, den ich einmal von einem indischen Bekannten hörte, eine ganz neue Bedeutung: „India is not poor. It is only poorly managed!“
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Das sind gewaltige Mengen! Streubesitz, könnte man sagen. Bei mir ist das einzige Gold mein Ehering 😇.
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Ha, da haben wir was gemeinsam ☀️☀️
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