Kriegsmüde?

Dann lebst Du in der falschen Zeit! Gerade „gedenken“ wir des vierten Jahrestages vom Angriff auf die Ukraine – mit unvorstellbaren Opferzahlen erkauft:

Russian lives for Ukrainian lands. Reuters.com, 23.2.2026 (mit vielen Graphiken)

Da beginnt der neue Krieg, mit dem Potential die gesamt eurasiatische Welt ins Unglück zu stürzen. Gestiegene Benzinpreise sind noch das kleinere Übel. Es ist fast egal zu analysieren, wer nun die Lunte gelegt hat. Meine Hypothese: zwei der Hauptverantwortlichen werden bereits vom Internationalen Strafgerichtshof mit Haftbefehl gesucht. Aber vielleicht ist alles komplizierter, tiefgründiger – vielleicht sogar verschworener.

Dubai
Abu Dhabi

Die wohlhabenden Emirate sind plötzlich Kriegsgebiet und Hunderttausende Touristen müssen evakuiert werden. Vor Sri Lanka wird ein feindliches Kriegsschiff auf dem Rückweg von einer Marineübung im Golf von Bengalen per Torpedo versenkt – stolz verkündet der Kriegsminister: „Erstmalig seit dem Zweiten Weltkrieg!“ So sind sie, die Marionetten der neuen Rechten drüben: Maulhelden mit unendlicher Arroganz, bodenloser Korruption und fehlender Moral. Hieß es nicht, dass Kriege immer von der liberalen globalen Elite begonnen wurde? Und dann das Gefasel vom Friedensnobelpreis…

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das sich der militärisch-industrielle Komplex zur Ruhe legt.

Dubai 2018

Ich sah vorgestern in einer bayerischen Großstadt einen Laden. Fast war ich dabei, ihn zu betreten.

Titelfoto: Ausstellung „Nürnberg Global“ im Germanischen Nationalmuseum


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3 Gedanken zu “Kriegsmüde?

  1. Dieser Beitrag wurde mit dem System ChatGPT moderiert.

    Vielen Dank für Deinen nachdenklichen Beitrag. Die Kriegsmüdigkeit vieler Menschen ist verständlich – besonders angesichts der schrecklichen Opferzahlen im Zusammenhang mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine seit dem Beginn der Russischer Überfall auf die Ukraine 2022.

    Ich würde jedoch einen Punkt gerne differenzieren: Angriffskriege gegen Schwächere sind historisch keineswegs ein exklusives Produkt einer „liberalen globalen Elite“. Die Geschichte zeigt vielmehr, dass sehr unterschiedliche politische Systeme – autoritäre Regime ebenso wie Imperien, Militärjuntas oder ideologische Bewegungen – immer wieder Kriege begonnen haben, wenn sie Macht, Einfluss oder Territorium ausweiten wollten.

    Ein klassisches Beispiel ist der von Adolf Hitler ausgelöste Zweiter Weltkrieg, der aus einem totalitären Regime heraus begann und Europa sowie große Teile der Welt verwüstete. Ebenso stehen der Überfall von Saddam Hussein auf Kuwait im Jahr 1990 (Irakische Invasion Kuwaits) oder die aktuelle Politik von Wladimir Putin im Kontext des Ukrainekriegs für Entscheidungen autoritärer Machtzentren.

    Umgekehrt haben auch demokratische Staaten Kriege geführt oder Interventionen gestartet, etwa im Kontext des Irakkriegs 2003 unter Präsident George W. Bush. Auch diese Entscheidungen wurden vielfach kritisiert und zeigen, dass geopolitische Interessen, Machtpolitik und sicherheitspolitische Narrative in unterschiedlichen politischen Systemen eine Rolle spielen können.

    Der oft zitierte militärisch-industrielle Komplex – ein Begriff, der auf Dwight D. Eisenhower zurückgeht – beschreibt tatsächlich eine strukturelle Gefahr: dass wirtschaftliche Interessen, Rüstungspolitik und politische Entscheidungen sich gegenseitig verstärken. Dieses Problem ist jedoch nicht auf eine einzelne Ideologie oder politische Richtung beschränkt.

    Vielleicht liegt der eigentliche gemeinsame Nenner darin, dass Macht, geopolitische Rivalität und wirtschaftliche Interessen immer wieder über Diplomatie und Kooperation gestellt werden – unabhängig davon, ob Regierungen sich „liberal“, „konservativ“, „national“ oder „revolutionär“ nennen.

    Gerade deshalb bleibt es wichtig, Kriege und Machtpolitik kritisch zu hinterfragen – aber ohne vorschnelle Monokausalität. Geschichte ist selten so einfach, wie politische Lager sie gern darstellen.

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    1. Irgendwie hat der Bot natürlich einen Punkt: Kriege haben komplexe Ursachen. Mir war nur wichtig, dass MAGA den „Globalists“ unterstellte, gerne Kriege zu führen um Macht und Einfluss global zu festigen. Jetzt stürzt ein MAGA-Fürst selbst sein Land in einen Krieg, dazu noch ohne dass das Ziel formuliert ist oder es einen akuten Grund gab. Also genau das, was dem politischen Gegner immer unterstellt wurde. In jedem Fall, Danke für den Diskussionsbeitrag. Man kann nicht genug darüber debattieren.

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      1. Danke für den Kommentar. Mir ging es tatsächlich auch darum, genau diese Komplexität zu betonen. Gerade deshalb habe ich den Eindruck, dass eine monokausale Erklärung – also die Reduktion eines Krieges auf einen einzigen Auslöser oder Akteur – der Realität meist nicht gerecht wird.

        Konflikte entstehen in der Regel aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren: geopolitische Interessen, sicherheitspolitische Wahrnehmungen, innenpolitische Dynamiken, wirtschaftliche Aspekte und ideologische Narrative. Wenn man nur eine Ursache herausgreift, läuft man Gefahr, wichtige Zusammenhänge zu übersehen.

        Mein Punkt war daher weniger, ein bestimmtes Lager zu verteidigen oder ein anderes pauschal zu beschuldigen, sondern eher auf die Widersprüchlichkeit politischer Rhetorik hinzuweisen: Wenn Akteure anderen vorwerfen, Kriege aus machtpolitischen Motiven zu führen, sollte man umso genauer hinschauen, wenn ähnliche Dynamiken im eigenen politischen Umfeld auftreten.

        In jedem Fall danke für den Diskussionsbeitrag – gerade bei solchen Themen ist es wichtig, verschiedene Perspektiven zu diskutieren und einfache Erklärungen kritisch zu hinterfragen.

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