Genauer: die US-Administration. Die hat sich in einem Strategiepapier vom politischen System Europas (EU wie auch z.B. das Vereinigte Königreich) verabschiedet, ja die politische Kultur Europas als Gegner erklärt. Explizit wird die Stärkung nationalistischer Parteien gefordert, was die Schwächung und Auflösung der Europäischen Union und der Nachkriegsordnung Europas bedeutet. Wohlgemerkt: ein vom Präsidenten gezeichnetes Strategiepapier, das politische Gültigkeit hat und in der Außen- und Sicherheitspolitik umgesetzt wird.
In der New York Times erschienen dazu schon vor einer knappen Woche Analysen, die Medien hier waren etwas langsamer beim Erkennen der Tragweite (und die Politiker in Europa haben kein Interesse an einer „Dramatisierung“ des Papiers, aus verständlichen Gründen).
Trump thrashes European leaders in wide-ranging interview: ‘I think they’re weak’. POLITICO.com, 9.12.2025 (Anm.: POLITICO gehört zum Springer Medienkonzern)
Europa steht alleine zwischen den bis auf die Zähne hochgerüsteten Blöcken. Ein irgendwie nostalgisches Friedensprojekt mitten zwischen sich militarisierenden Mächten. Vergiss multilaterale Abkommen, die Vereinten Nationen, die WTO (oder gar die WHO). Es wird kalt da draußen. Trotzdem steht Europa nicht allein: da gibt es Verbündete im Geist, in Südamerika, in Afrika, vor allem in Süd- und Südostasien. Nicht zu vergessen Japan und Südkorea! Und vielleicht ist China eine Option als Gegengewicht. Diplomatie wird erneut zur Staatskunst. Und da ist Europa und der Rest der Welt dem Poltergeist jenseits des Atlantiks weit voraus.
Update: eine kluge Analyse des NSS-Papiers aus der Sicht von Malaysia: America’s Strategy Reset – Knockout blow to friend and foe alike (Kommentar von Prof. Dr. Mohd Faiz Abdullah). New Straits Times, 15.12.2025
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Und immer wenn man denkt, dass lässt sich nicht mehr toppen …kommt wieder was, wo einem noch noch der Mund offen stehen bleibt
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😡😪😭 Und „Junge Republikaner“ singen drüben mit AfD-Gesandten die erste Strophe des Deutschlandliedes. Faschismus lässt grüßen.
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