„New York, New York“

Man muss nur den Sinatra-Song hören und hat die politische Philosophie der Stadt New York vor Augen:

Tatsächlich lässt das System der US-Politik Karrieren zu, die im Parteiensystem in Europa undenkbar sind (Frankreich mag eine Ausnahme sein, auch Macron kam ziemlich aus dem Nichts). Aber die Gesellschaft der USA hat noch einen zweiten Joker (den sich manche bei uns ungern erzählen lassen): die Aufstiegsmöglichkeiten von Zuwanderern. Zohran Mamdani, der Sieger der Bürgermeisterwahlen in einer der wichtigsten globalen Metropolen, ist Kind indisch-stämmiger Eltern aus Uganda, dort geboren und erst 1999 nach New York gekommen. Beide Eltern sind jeweils erfolgreich: Vater Professor für Anthropologie an der Columbia-Universität, Mutter Filmregisseurin. Zur US- hat er auch noch die ugandische Staatsbürgerschaft. Er ist Muslim, war Rapper und versteht sich als Demokratischer Sozialist. Mit 34 Jahren strotzt er vor Selbstbewusstsein und stellt sich locker dem anderen New Yorker, dem im Weißen Haus.

Das politische Tagesgeschäft steht Mamdani noch bevor, aber er hat seine Botschaft auf wenige konkrete Punkte (Lebenshaltungskosten!) konzentriert und dies überzeugend vermittelt: Er postete kleine Videoclips von Gesprächen mit Bürgern und Wählern und deren Anliegen. Die Strategie schlug alles an klassischen Wahlkampfmethoden.

Mamdani victory fires up Europe’s left against right-wing surge at home. Reuters.com, 5.11.2025

In Indien und dem Rest der Welt schaut man genau hin.


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2 Gedanken zu “„New York, New York“

    1. Das Land der buchstäblich unbegrenzten politischen Möglichkeiten, mit allen Chancen und Risiken. Wir haben wohl eine Vollkasko-Mentalität bei unserem System. Ich denke da gerade an den Podcast, den Du mir verlinkt hast.

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