Eine Gruppe heimatverbundener Bürger Muars hat kleine Highlights der 300.000 Einwohner-Stadt auf einer Webseite zusammen gestellt, welche dem Besucher in der von Chinesen geprägten Stadt empfohlen werden. Wir haben das heute geprüft.
Webseite von WE LOVE MUAR (Engl. und Chin.)
Muar liegt eine knappe Fahrstunde südöstlich von Malacca, an der Mündung des Muar Rivers jenseits der Grenze zu Johor. Die Innenstadt ist gittermäßig ausgelegt, was dem Autofahrer die Orientierung erleichtert. Ihre wirtschaftliche Blüte hatte Muar zur Zeit des Kautschukbooms zwischen den Weltkriegen. Entsprechend prägt art deco mit Pastelltönen die Straßenfronten.

Heute ist die Stadt umgeben von Ölpalm-Plantagen, was ihr und der Umgebung einen außerordentlichen Wohlstand beschert. Die Landstraßen zwischen Malacca und Muar wirken wie an der Golfküste Floridas.
Wir begaben uns bei sonnig-heißem Wetter auf eine Stadt-Rallye entlang der Empfehlungen von WE LOVE MUAR, die Links der einzelnen Stationen geben einige Hintergründe (in Englisch).
An einer Ausfallstraße liegt das Gelände der Bonsai Society. Wir parkten unser Auto auf dem Grundstück, bei dem die Miniaturbäume sofort ins Auge fallen. Leider sprach der Gärtner kein Englisch und die Mannschaft des kleinen Garten-Cafes war mit den Vorbereitungen für die Mittagsmahlzeiten beschäftigt. So spazierten wir auf uns gestellt durch den Garten.








Näher an der Innenstadt (in der Jalan Daud) liegt eine von der Webseite empfohlene Bäckerei. Der Bäcker und seine Familie waren einigermaßen überrascht fremde Besucher zu sehen. Der Duft von frisch gebackenem Weißbrot zog raus ins Sonnenlicht. Im Vorbeifahren nahmen lokale Kenner die frische Ware fürs Frühstück an diesem Adventssonntag mit.



Station 3: Fischerdorf Parit Jawa
Rund 10 km südöstlich der Stadtgrenze Muars liegt der Fischerhafen Parit Jawa. Die Boote lagen faul in der Sonne, aber aus den Restaurants zog der Duft von Fisch-Curries hinüber. In einem traf sich der lokale Biker Club für ein Frühstück mit frischem Fang.





Stationen in der Innenstadt
Es war später Mittag und Zeit für ein indisches Thali im Restaurant gegenüber dem tamilischen Tempel.


Das Essen wurde lieblos serviert. Das herum schlendernde Personal diskutierte lange, wer wohl die bestellte plain Lassi und den Tee mit Zucker und Milch an den Tisch bringen sollte. Die Rechnung von umgerechnet 4 € all inclusive tröstete über den Eindruck „Gäste stören unsere Mittagspause“ hinweg. Vielleicht hätten wir besser ins Muar Soup House auf der anderen Straßenseite gehen sollen.

Nach dem deftig gewürzten indischen Essen war uns nach süßem Dessert. WE LOVE MUAR stellt eine ganze Reihe von Cafes in der Innenstadt vor. Wir entschieden uns für Hayven, ein Cafe-Restaurant mit einer Bandbreite von Buttermilch-Gerichten, Pasta und Kuchen.

Am Tisch scannt man den QR-Code zur Speisekarte und bestellt online, die Tischnummer ist digital gespeichert. Eigentlich eher umständlich und nur etwas für Digi-Freaks. Aber das Lokal lässt sich mit einem Minimum an Personal führen, da die Bestellungen am Bildschirm hinterm Tresen abgearbeitet werden.


Dafür war die Bedienung freundlich und effizient, der Erdbeer-Käsekuchen löste den Curry-Geschmack ab. Gesättigt an Leib und Seele machten wir uns nachmittags auf den Weg zurück nach Malacca, dunkle Wolken drohten am Himmel. Schnell noch den Wagen auftanken – in Malaysia ein wahres Vergnügen: Der volle Tank kostete umgerechnet 10 € (bei einem Literpreis von 2,05 Ringgit = 42 Euro cent).
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Da sind ja ganz schön große Bonsais dabei. Das sieht alles sehr ansprechend aus. Ich bekomme immer mehr Lust auf Malaysia.
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In Malaysia sind die Kleinigkeiten sehenswert – im Unterschied zu Thailand ist es hier die kulturelle Vielfalt, wenn nicht Gegensätze. Aber Malacca um Weihnachten ist nicht gerade eine Ruhezone. Alle Begleiterscheinungen eines (inländischen) Massentourismus: Staus in der Innenstadt, Lärm in den Malls – und heute zum ersten Mal drückend heiß. Aber man kann auch Penang, Kuala Lumpur, die Cameron Highlands und Ipoh besuchen, in unserem Sommer die Ostküste, und unbedingt auch Nordborneo (Sabah und Sarawak).
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Das kenne ich auch aus Thailand. Wir waren mal in einem ruhigen beschaulichen Hotel fast alleine. Dann kamen am 25.12. plötzlich Scharen von thailändischen Familien, die für 2 Tage das Hotel in ein Wimmelbild verwandelten. Viel Spaß noch!
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