Sport ist gerade nicht meine Priorität, aber die Pressemeldung gestern hat dann doch meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Meine erste Reaktion: Wann bricht der Sturm los? Nun, die Medien brauchen 24 Stunden.
Eine 70 Jahre alte Partnerschaft ginge zu Ende, sagt der Verband der Lederkugel. Auf seiner Webseite stehen die Größen deutscher Marken noch friedlich beisammen („unsere Partner“), ganz oben das Logo aus Herzogenaurach und ein Mobilitätsunternehmen aus unserer Region.

1954, zufällig mein Geburtsjahr, war der Beginn jener Partnerschaft. Dazu gibt es einen Film über die Geschichte der blutsverwandten Unternehmensgründer, beide jetzt global brands und Botschafter des Landes von Beckenbauer und Siemens. Wer erinnert sich nicht an die Story von Bundestrainer Herberger und seine Schuhwahl aus dem Haus Adolf Dassler auf dem verregneten Platz in Bern? Oder an Helmut Schön, der zwanglos Trainingsjacken mit den drei Streifen trug?


Ab 2027 sollen wir uns also an den Haken (oder Bogen?) eines US-Herstellers gewöhnen, für den Fußball im eigenen Land kommerziell eher ein Witz ist? Ach was ist aus uns geworden. Ich leide wohl an Alters-Nostalgie und hoffe, dass das Cannabisgesetz bald verabschiedet wird.
DFB, Just don’t do it
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Tja, mich wundert das eigentlich gar nicht.
1. Deutschland will Export-Weltmeister sein, da muss man sich auch mal mit unfreiwilligen Importen anfreunden
2. Ein Großteil der klagenden Deutschen geht vermutlich zu Decathlon und kauft sportliche Discounter-Ware aus Fernost.
3. Wettbewerb, Marktwirtschaft, Globalisierung etc stehen hier doch groß im Kurs, dann muss man mit so etwas leben … lernen
Schwierig wird es, wenn sie in Nike-Klamotten Europa-Meister werden.
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