Mülltonnenregeln

Wir sind ein Land mit Regeln und Regelungen. Dazu eins mit Zuverlässigkeit und Termintreue. Etwa bei der Müllentsorgung: Donnerstagabend stellen wir alle unsere Tonnen vors Haus und auf den Bürgersteig. Wöchentlich Grün (Bio) und 14-täglich Grau (Restmüll). Freitags um 7 dann werden wir von den Müllwerkern und ihrem Fahrzeug in Orange geweckt. Es ist keine Störung, sondern das Geräusch einer zuverlässigen Dienstleistung.

Heute war es etwas anders: An der grauen Tonne steckte ein Zettel. Sie war ungeleert!

Die Erklärung stand auf jenem Blatt, das offensichtlich vorbereitet und zur Hand war:

Was für ein Vergehen. Wir sind vorbildliche Bürger, aber hier haben wir komplett versagt. Das Schuldgefühl steckt tief. Nostra culpa. Hier daher der mahnende Hinweis zur richtigen Handhabung:

Aber gemach: Sind wir nicht ein glückliches Land? Mitten in der Klima- und politischen Krise, Waldbränden und Fremdenfeindlichkeit kümmern wir uns um die richtige Position der Mülltonnen. Kein Wunder, dass wir das Traumland für viele auf diesem Globus sind.


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4 Gedanken zu “Mülltonnenregeln

    1. Ja, kaum zu glauben. Meine Frau konnte im letzten Moment die grüne Tonne rumdrehen, die später geleert wird. Zum Glück hat unsere freundliche Nachbarin Platz in ihrer grauen Tonne angeboten, die nächste Leerung ist ja erst in 14 Tagen. Wir hätten sonst ein „Restmüll-Zwischenlager“ in der Garage anlegen müssen.

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      1. Hah, ich geh’ kaputt. Also wenn sie wenigstens geschrieben hätten, dass der Roboter-Arm die Tonne sonst nicht greifen kann (so wie in anderen Ländern üblich), ist ihnen angeblich nun der Rücken der Belegschaft ein Anliegen … wahrscheinlich hat irgendein Unternehmensberater eine Verzögerung von 1,5% errechnet …

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