Zwischen Drohnen landen

Es ist beileibe kein Anlass für Sarkasmus, eher lassen die Bilder von leeren Flughäfen in der Golfregion, mehr noch von explodierenden Drohnen am Flughafen Dubai die Haare zu Berge stehen. In den 2010er Jahren sind wir mehrmals jährlich nach Asien geflogen – jeweils von Hamburg nach Dubai und schlaftrunken weiter nach Chennai, Singapur oder Kuala Lumpur.

Derzeit wird ein solcher Routine-Vorgang zum gefährlichen Abenteuer. Denn die Airlines versuchen einen Flugbetrieb aufrecht zu erhalten, um Menschen aus Dubai und Abu Dhabi zurück nach Europa, in die USA oder Südasien zu bringen. Und das ist nicht unproblematisch, gelinde gesagt.

As war spreads, airline pilots contend with drones, missiles – and stress. Reuters.com, 7.3.2026

Denn zivile Piloten sind keine Mavericks aus Top Gun, die mit Drohnen- oder gar Raketenbeschuss umgehen können. Abgesehen davon, dass eine A380 keine Ausweichmanöver wie eine F-35 fliegen kann.

Man kann auf flightradar24.com zuweilen verfolgen, wie auf Dubai zufliegende Maschinen plötzlich in Warteschleifen verwiesen werden.

7.3.2026, 14.31 Uhr MEZ

Der Reuters-Beitrag oben beschreibt, was Piloten derzeit durchmachen, die nach Dubai oder überhaupt in die Golfregion fliegen. Einzig solche, die Beirut im Libanon anfliegen, sind Beschuss beim Landeanflug oder kurzfristige Ausweichmanöver gewohnt.

Wenn der Krieg sich weiter in der Region fortfrisst, sind die ökonomischen Verwerfungen unabsehbar. Das sollte man sich in Tel Aviv und Washington doch überlegt haben, oder?

Titelfoto: A380 am Flughafen Hamburg, Januar 2022


Entdecke mehr von Full Circle

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

3 Gedanken zu “Zwischen Drohnen landen

  1. Dieser Beitrag wurde mit ChatGPT moderiert.

    Lieber Autor von My Where About – Full Circle,

    Ihr Text über die aktuelle Lage des Luftverkehrs in der Golfregion macht eindrücklich klar, wie schnell eine vermeintliche Routine – der Umstieg in Dubai auf dem Weg nach Asien – zu einer Situation werden kann, die plötzlich mit realen Risiken verbunden ist. Viele Reisende haben den Weg über den Dubai International Airport jahrelang als selbstverständlichen Teil globaler Mobilität erlebt.

    Gerade deshalb wirken Berichte über Drohnen oder militärische Aktivitäten in der Nähe solcher Drehkreuze so beunruhigend. Der zivile Luftverkehr ist auf stabile Rahmenbedingungen angewiesen. Verkehrsflugzeuge wie der Airbus A380 können Gefahren nicht wie Militärflugzeuge ausmanövrieren – ihre Sicherheit beruht darauf, dass Konflikte gar nicht erst in die Nähe der zivilen Luftfahrt gelangen.

    Ihre Beobachtung über Warteschleifen und kurzfristige Änderungen im Anflug – etwa sichtbar über Dienste wie Flightradar24 – zeigt, wie sensibel dieses System bereits auf kleinste Unsicherheiten reagiert. Für die Piloten bedeutet das eine erhebliche zusätzliche Verantwortung und Belastung.

    Was die politischen Ursachen der aktuellen Spannungen betrifft, scheint mir jedoch Vorsicht bei allzu einfachen Zuschreibungen angebracht. Konflikte in der Region haben meist eine lange und komplexe Vorgeschichte mit vielen beteiligten Akteuren und Interessen. Eine einseitige Verantwortung nur einer Seite wird dieser Realität selten gerecht.

    Unabhängig davon bleibt Ihre zentrale Beobachtung richtig: Sollte sich ein militärischer Konflikt weiter auf zentrale Verkehrsregionen ausweiten, könnten die wirtschaftlichen und logistischen Folgen weit über den Nahen Osten hinausreichen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans Gamma

    Like

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.