Unter unseren Füßen

Manchmal stolpert man über Zeitungsmeldungen, die aufrütteln und zugleich beschämen. Die Bangkok Post berichtet heute (19.4.25) in einer Video-Reportage über die Arbeit eines Kanalarbeiters in der Millionenmetropole. After years as a pipe cleaner, one worker shares the challenges and rewards of his job and urges others not to judge the profession by appearances, schreibt die Zeitung. Der 40-jährige Veerachai Saelao gewährt dem Reporter der thailändischen Tageszeitung einen Blick in seinen Berufsalltag.

Quelle: Bangkok Post, 19.4.2025

Er mahnt seine Mitbürger, die achtlos in ihren großen Autos über ihm entlang fahren, darauf zu achten, was sie in die Abwasserkanäle werfen und was ihn bei seiner Arbeit verletzen könnte, etwa Flaschen oder Glasscherben.

Und ich bitte alle, die Kanalarbeiter wie mich bei der Arbeit sehen: Wir machen einen ehrlich Job“ sagt er. „Bewertet uns nicht nach unserem schmutzigen Erscheinungsbild und dem Dreck an unseren Körpern. Schaut stattdessen auf unser Herz!“ Ein Appell, der Gehör verdient, nicht nur in Thailand.


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5 Gedanken zu “Unter unseren Füßen

    1. Genau das wollte ich mit dem Beispiel aussagen, Danke für den Hinweis Marco. Ich hatte den Text schon dahin gehend geschrieben. Wir übersehen so schnell all die Leute, die unser System am Laufen halten, wenn wir in die Feiertagsruhe gehen: Polizei, Feuerwehr, Notdienste in Krankenhäusern, Pflegende und Betreuende in entsprechenden Einrichtungen, ach die Liste ist unendlich.

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  1. Und das alles barfuß und jeden anderen Schutz. Immerhin sieht / riecht man ihre Arbeit noch. So viele Menschen arbeiten nachts, räumen unseren Dreck weg oder tauschen die Akkus von den hippen E-Rollern, die man dann am nächsten per App freiklickt.

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    1. Stimmt. Ich erinnere mich, wie du in einem Gespräch einmal gesagt hast, was das für eine Leistung sein muss, eine Großstadt wie Berlin zum Beispiel „am Laufen“ zu halten. Da sind ganz viele unsichtbare gute Geister dabei, deren Leistung wir oft nicht wertschätzen.

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