Wenn die Böller doch nur die bösen Geister vertreiben würden, für 180 Millionen Euro könnte man das erwarten. Aber dann die Zusatzbeiträge bei den Krankenkassen und andere Zumutungen. Das System sei krank, man müsse eine Alternative wählen, denkt jeder fünfte Wahlberechtigte bei uns. Das Deutschland, wie wir es kannten, sei weg, schrieb vor drei Wochen eine deutsche Journalistin in der New York Times. Zu Beginn von 2024 hatte sie noch optimistisch geschrieben „Germany has finally woken up„.
Ich bin am ersten Tag des Jahres immer optimistisch, dass alles besser wird. So auch heute vor einem Jahr, in Ayutthaya (Thailand). Was man selber in der Hand hat, lässt sich ja auch halbwegs steuern – Krankheit oder Schicksalsschläge natürlich ausgeschlossen. Aber was sich 2024 politisch national und international ereignete, lässt mich für 2025 pessimistisch werden. Ab dem 20. Januar werden wir erleben, was der Wahlsieger in den USA umsetzt und mit welchen Konsequenzen für uns und den Rest der Welt. Und am 23. Februar stellt sich auch bei uns die Frage, ob wir die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte über den Haufen werfen – einfach mal was kaputt machen. Viele scheinen dazu echt Bock zu haben.
In anderen Regionen des Globus gibt es neue Chancen: Bangladesh hat die Regierung samt tragender Partei hinweg gefegt und sucht einen demokratischen Neuanfang. In Sri Lanka ist die Regierungsfamilie ebenfalls zum Teufel gejagt und durch einen progressiven Präsidenten samt Mehrheit im Parlament ersetzt worden. Der Zerfall des ebenso hoffnungsvollen demokratischen Neubeginns in Myanmar lässt aber auch Zweifel hochkommen. Was gabe es bei uns damals eine Euphorie um Aung San Suu Kyi. Andere positive Beispiel in der Region sind Osttimor und Malaysia, vielleicht auch Indonesien. Thailand, „unser“ Lieblingsziel in der Region, bleibt hingegen astreine Militärdiktatur.
Der zweite Fall mit großen Hoffnungen ist Syrien. Hier aber ist die Chance des Versagens noch größer als in Südostasien. Sudan und Südsudan, mehr noch der Jemen, sind warnende Beispiele. Zuversicht ist also nicht hoffnungslos naiv. Wer aber schreibt, das Deutschland wie wir es kennen sei abgeschafft, der hat sich schon dem Zynismus verschrieben. Aus der Falle gibt nur schwer ein Entkommen.


Vor ein paar Tagen tauchte unser Flugzeug kurz vor der Landung aus gleisendem Sonnenlicht in eine tiefgraue Suppe ein, die bis zum Boden reichte. Einmal Zuhause gelandet, sah alles düster und bedrohlich aus. Denn wer kann von Unten erahnen, dass es nur 300 Meter höher Sonnenschein gibt? Ein Eiffelturm oder eine Fahrt in den Harz würde reichen, um das zu erkennen.
Sich Zuversicht trotz dunklem Himmel nicht ausreden zu lassen, von Journalisten mit prekären Arbeitsverhältnissen in gut verdienenden Medienhäusern oder von Superreichen mit X-Kanälen, das ist mein Vorsatz für 2025. Denn nur 300 Meter über uns mag ja blauer Himmel und viel Sonne sein.
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Willkommen in diesem 2025.
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Danke, dasselbe für Dich! Oh Mann, ich dachte der Wasserrohrbruch sei nahe bei Dir in Berlin Mitte. Konntest Du Kaffee kochen? Berlin ist schon ein Abenteuer, da muss man gar nicht in die Ferne 🙂 Halt die Ohren steif!!
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Oh, der Wasserrohrbruch war zwar nich bei uns, aber das Wasser war auch bei uns weg.
Getränke hat man ja zu Silvester reichlich … nur Getränke wegbringen wird dann mal ein Thema.
Zum Glück hatte niemand einen Magen-Darm-Infekt
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