Sun Set mit Tomahawks

Ich weiß nicht wie oft in den vergangenen Monaten jene Fotos von einem Meer im fahlen Sonnenlicht morgens auf meinem Bildschirm auftauchten: Wahlweise liegen Dhows oder Tanker vor Anker, friedlich, wie Yachten vor Monte Carlo.

Aber sie sollen Krieg, Krisen oder Gefahr signalisieren – wenn keine Bilder von Raketenstarts oder Feuerbällen zu haben sind. Ich weiß nicht, wie viele Fotojournalisten in Musandam, der omanischen Seite an der Meeresstraße von Hormuz, ihren Sommer verbringen. Wer den ersten brennenden Tanker vor dem Tele hat, der wird wohlhabend.

Aber so langsam lösen sich politische Visionen und die von bezahlten Influenzern in Wohlgefallen auf. Noch reichen den Reichen die Milliarden ihrer Staatsfonds‘ – aber wenn die Straße dicht bleibt und Drohnen um anfliegende A380 schwirren, dann wird es eng.

Ein lesenswerter Beitrag zu „historischen Gewissheiten“

Man möchte in die Köpfe zwischen Manama, Doha und Sharjah schauen, oder besser nicht. Da hat man in die Krypto-Firma des Bosses investiert und eine B747 verschenkt. Da sponsert man die FIFA-WM und Golf-Turniere – und wird dennoch zum Spielball fremder Mächte.

Es ist traurig, wie die Golfstaaten, glitzernd und ewig reich, in eine geopolitische Ohnmacht verfallen. Zum Leidwesen für den Rest der Menschheit.

Mondsichel über Abu Dhabi

Die Barmherzigen werden von dem Allerbarmenden mit Barmherzigkeit begabt. Seid barmherzig zu denen auf der Erde, und derjenige, der über den Himmeln ist, wird mit Barmherzigkeit auf euch sein.“ (Zitat aus dem Koran)


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