Der Sieg gehört Spanien – wem sonst bei diesem Turnier (mein Favorit war allerdings Frankreich). Aber weine nicht, Argentinien! Lionel muss keine Brötchen verkaufen.

Selbst für den Nicht-Sportler ist Fußball eine schöne Abendunterhaltung. Manche Spiele helfen sogar beim Einschlafen. Ich habe mir gestern nur die erste Halbzeit gegönnt (mein Wecker war auf 5 Uhr heute früh gestellt, Termin in Hannover). Zudem wollte ich mir Showeinlage, Kommerz und den Auftritt des Präsidenten-Duos ersparen.
Aber gestern war Spanisch die „Umgangssprache“ auf dem Platz. Auf den Rängen dagegen kaum Stimmung, dafür gab das Spiel nicht viel her. Gewonnen hat das überlegene Team mit Spielern von Katalonien (Garcia, Yamal und Olmo) bis Andalusien (Gavi und Fabian Ruiz). Und was für eins, geführt von einem Mann aus La Rioja: Zeit für ein Glas Rioja, vielleicht Vino Tinto de la Fuentes? Y Viva España!



Aber auch Argentinien sollte jetzt nicht unter die Räder einer rachsüchtigen Sportpresse kommen. Immerhin verdanken wir dem Land am Parana „argentinische“ Steakhäuser, den Tango oder den Kult um Eva Perón (unvergessen: „Don’t Cry for Me, Argentina!„).
Ja, es gab eine brutale Militärdiktatur in den 1980ern, ein Krieg gegen England um die Malvinas/Falkland Inseln und Inflationsraten zum Weinen. Aber Argentinien hat uns auch eine Persönlichkeit beschert, welcher die Gläubigen von der Loggia des Petersdoms mit einem schlichten „Buonasera“ begrüßte und Demut und Barmherzigkeit personifizierte.
Zudem hat Argentinien jede Menge Fans auf der anderen Seite des Globus: ganz Bangladesh trägt Messi.
Und es gibt noch einen Gewinner, in Herzogenaurach in Franken. Beide Teams spielten mit den drei Streifen, deren Aktienkurse nach oben rauschten (auch der des Nachbarn vor Ort).
Nike out of World Cup contention as Adidas-outfitted teams head to final. reuters.com, 16.7.2026

Also: der Triumph sei Spanien gegönnt, wir feiern mit und freuen uns immens.

Aber hier eine persönliche Fußnote: Eine Argentinien-Reise gehört zu den unerfüllten Lebensträumen. Spätestens seit ich im März 2010 einen wunderbaren Tag mit einem jungen Paar aus Buenos Aires in den Höhlen und Schluchten Kappadokiens verbrachte. Die Einladung nach Argentinien stand – Merke: Man soll nie etwas auf später verschieben.


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Ging mir genauso. Nach der ersten Halbzeit hab ich ausgeschaltet, weil wir um halb fünf Richtung Berg aufbrechen wollten. Und auch bei mir steht Argentinien auf der Liste.
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Tolle Fotos von Eurer Bergtour 👍👍 Ich sitze am Tropf in der Medizinischen Hochschule Hannover , und kann träumen 😕
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